Was sind Mikronährstoffe?

 

Mikronährstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, essenzielle Fettsäuren und Aminosäuren.
Sie gehören zu den wesentlichen Bestandteilen unserer Ernährung und arbeiten wie ein Netzwerk.
Fehlt nur eine Komponente, oder ist diese unterversorgt, dann hat dies bereits einen Einfluss auf unseren Stoffwechsel. Er verlangsamt 
sich und die Leistungsfähigkeit nimmt ab.

Die Wichtigkeit der Versorgung unseres Körpers mit Vitaminen und Mineralien wird leider noch immer von vielen Leuten unterschätzt.

Wer denkt, mit 2-3 Portionen Obst und Gemüse pro Tag hätte man genug Vitamine für seinen Organismus zu sich genommen und sei
optimal versorgt, unterliegt einem grossen Irrtum.

Schon länger werden m/m 5 Portionen empfohlen und neuste Erkenntnisse zeigen, dass für eine wirklich optimale Versorgung sogar 
7 Portionen pro Tag gut wären.

Durch lange Transportwege, Lagerung, chemische Behandlung, sind in Obst und Gemüse heutzutage leider meist nur noch ein Bruchteil
an Mikronährstoffen enthalten.

Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen wasser- und fettlöslichen Vitaminen.

Wasserlösliche Vitamine sind:

Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B2 (Riboflavin)
Vitamin B6 (Pyridoxal)
Vitamin B12 (Cobalamin)
Niacin (Vitamin B3)
Pantothensäure (Vitamin B5 oder H)
Biotin (Vitamin B7)
Folsäure (Vitamin B9)

Wasserlösliche Vitamine werden über die Darmwand aufgenommen und gelangen auf diesem Weg direkt ins Blut. Deshalb ist es auch
wichtig, dass die Darmwände möglichst frei von Schlacken und Ablagerungen sind, damit eine möglichst gute Vitaminaufnahme möglich ist.

Die wasserlöslichen Vitamine zirkulieren im Blut und haben keinen eigenen Speicherplatz im Körper. Was der Körper an wasserlöslichen
Vitaminen nicht verwerten kann, wird über die Nieren und den Urin wieder ausgeschieden. Ebenso werden C und B-Vitamine auch mit
dem Schweiss ausgeschieden. 

 

Fettlösliche Vitamine sind:

Vitamin A (Retinol)
Vitamin D (Calcifenol)
Vitamin E (Tocopherol)
Vitamin K (Phyllochinon)

Fettlösliche Vitamine werden mittels fett- und gallensäurehaltiger Transportkörper einerseits in der Leber und andererseits in gewissem
Umfang im Fettgewerbe des Körpers gespeichert und werden nur in ganz kleinem Mass über die Nieren heraus gefiltert. Deshalb, vor
allem, wenn synthetische Vitamine eingenommen werden, bei der Dosierung von A und D Vitaminen Vorsicht geboten.

 

Zu den Mineralstoffen zählen wir:

Calcium
Magnesium
Natrium
Kalium
Phosphor

 

und unter Spurenelemente verstehen wir:

Eisen
Zink
Selen
Fluorid
Iod
Bor
Chrom
Cobalt
Kupfer
Mangan
Molybdän
Silicium
Vanadium

Sekundäre Pflanzenstoffe 

Diese so genannt "bioaktiven Substanzen" werden von den Pflanzen gebildet, z.B. zum Schutz und als Abwehrstoffe gegen Schädlinge.
Es sind aber auch pflanzeneigene Hormone sowie Duft-, Farb-, und Lockstoffe. Hinter dem Begriff selbst verbergen vermutlich
mindestens 60'000 unterschiedliche Stoffe von denen immer wieder Neue entdeckt und deren Wirkung intensiv erforscht wird.

Sekundäre Pflanzenstoffe haben zwar keine Nährstoffeigenschaften für den Menschen und kommen nur in sehr geringen Mengen in den
Pflanzen vor. Allerdings haben sie nachweislich eine grosse Wirkung auf den Menschen. Sie üben eine Vielzahl von Schutzfunktionen
aus, wie z.B. Stärkung des Immunsystems, Abtöten von Krankheitserregern, Schutz des Körpers vor freien Radikalen u.v.m. Als
gesichert gilt, dass wer regelmässig eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe zu sich nimmt, einen Beitrag zum Schutz vor Krebs
und Herz-Kreislauferkrankungen leistet.

Gruppen von sekundären Pflanzenstoffen:

Carotinoide
Phytosterine
Saponine
Glucosinalate
Flavonoide

 

Essentielle Fettsäuren

Essentielle Fettsäuren können können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden.
Zu den wichtigsten Vertretern zählen:

Linolsäure              = Omega-6-Fettsäure
Alpha-Linolensäure = Omega-3-Fettsäuren

Unsere westliche Ernährung beinhaltet etwa 10 mal mehr Omega-6 als Omega-3. Mediziner empfehlen deshalb die Menge der Omega-3 Zufuhr zu erhöhen, um für den Körper ein optimales Gleichgewicht zu erhalten.

 

Aminosäuren

Aminosäuren regulieren fast alle Stoffwechselprozesse im Körper und sind essentiell für einen gesunden Körper. Sie sind sowohl in pflanzlichen wie auch in tierischen Lebensmitteln enthalten.